Sabrina Bütler
Rütihof
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Schweiz

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  • Sabrina Bütler

Du hast Probleme mit Deinem Tier (Krankheit, Verhalten, etc.) und es wird nicht besser?

Wenn Du Probleme mit Deinem Tier hast, seien dies Verhaltensprobleme, Kommunikationsprobleme, Krankheiten, etc., Therapien bisher nicht oder nicht wirklich geholfen haben und Du oft starke Gefühle wie Ohnmacht, Trauer, Wut, Schuld, etc. verspürst, dann ist es wichtig, dass Du folgenden Aspekt in den Heilungsverlauf miteinbeziehst.


Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ruft ebensolche Emotionen hervor wie die Beziehung zwischen Mensche und Mensch. Tiere können eine ganze Palette an Gefühlen in uns wachrufen, dazu gehören Trauer, Angst, Wut, Ohnmacht, Druck, Schuld, usw. Wir Tierbesitzer wollen unseren Tieren oft gerne helfen oder auch uns selber helfen, wenn die Beziehung oder das Zusammensein mit dem Tier nicht ganz so harmonisch verläuft.


Oft suchen wir dann relativ schnell einen Therapeuten um das Thema, die Krankheit, etc. zu heilen/lösen/beheben.

Hier wird aber oftmals ein ganz entscheidender Heilschritt übergangen, nämlich der Schritt, uns um unsere eigenen Gefühle zu kümmern. Unsere eigenen Gefühle können aber, wenn wir uns nicht die Zeit nehmen, uns ihrer bewusst zu werden, Gefühle sein, die schon viel länger existieren, als die Situation besteht. Als Beispiel kann hier zum Beispiel ein Hund genannt werden, der nicht auf mein Stimmkommando hört. Es macht mich wütend, wenn der Hund nicht auf mich hört. Das kann dazu führen, dass ich mir ein Bild mache über mein Tier, welches nicht wirklich die ganze Realtität ist. Ich habe dann vielleicht unbewusst das Gefühl, dass mein Hund mich nicht ernst nimmt, mich nicht lieb hat als Besitzer, nicht bei mir sein möchte, ich mich schlecht fühle weil ich mich unfähig fühle, dass ich meinen Hund schlecht erzogen habe, etc. All diese Gefühle, Gedankengänge und Glaubenssätze laufen sehr unbewusst ab. Dies kann dazu führen, dass ich dann sehr wütend auf den Hund bin, ohne wirklich verstanden zu haben, was bei meinem Tier abgeht. Noch weniger habe ich verstanden, was eigentlich bei mir selber gerade abgegangen ist. Vielleicht greiffe ich dann im Affekt zu einer Handlung, welche ich im Nachhienein bereue, ich fühle mich auch noch Schuldig, und das ganze Szenario beginnt sich im Teufelskreis zu drehen. Ich möchte meinen Hund dann nicht mehr freilassen, ich werde wütend auf ihn, auf mich, auf die anderen, irgendwann habe ich gar keine Freude mehr an meinem Hund, traue es mir nicht mehr zu, mit meinem Hund spazieren zu gehen, usw.


Halt - Dieses Szenario muss nicht so ablaufen. Als erstes ist es wichtig zu erkennen, dieses Verhalten ist menschlich. Gefühle und Emotionen steuern unser Verhalten. Schmerzliche Situationen, welche wir schon einmal erlebt haben, wollen wir nicht mehr fühlen. Glaubenssätze, welche wir ins uns tragen, werden wir uns immer wieder bestätigen, bis wir uns ihnen bewusst geworden sind und sie auflösen.


Genau diese Szene, und noch viele weitere Situationen, welche bei uns starke Gefühle auslösen, sind ein riesen Potential für uns, zu wachsen. Diese Situationen, bei welchen wir genau fühlen, oder manchmal auch nur unterschwellig, dass wir aufgefühlt sind, dass die Gefühle nicht wirklich dem gerade geschehenen entsprechen, sind Zeiger für frühere Erlebnisse, Traumata, Glaubenssätze, welche wir in uns tragen.


Um den Kreislauf zu durchbrechen, ist es wichtig, genau hier anzusetzen. Es ist wichtig, zuerst mal anzunehmen, dass auch wenn wir nicht verstehen, was gerade genau passiert, dies völlig normal ist. Es ist wichtig, dass wir Innehalten können. Die Gefühle "wegschieben" wird nichts bringen, solange wir uns unseren Gefühlen nicht zuwenden, wird es immer wieder Auslöser geben, die uns darauf hinweisen, dass hir ein Thema noch gefühlt und gesehen werden möchte.


Was können wir also tun in so einer Situation? Zuerst einmal durchatmen, und bewusst werden, dass hier etwas altes getriggert wurde. Uns bewusst werden, dass hier eine Situation nach Heilung ruft, welche älter ist als der jetztige Moment. Und die Gefühle einfach mal da sein lassen, ohne direkt zu reagieren. Dann ist es wichtig, sich liebevoll um dieses Gefühl zu kümmern. Manchmal ist es für einem alleine zu schwierig, an den Ursprung des Themas zu gelangen. Dann kann es hilfreich sein, dies zusammen mit einem Therapeuten zu machen.


Was also ist genau passiert, als unser "Fido" nicht auf uns gehört hat? Alte Glaubenssätze und Gefühle, welche nur darauf gewartet haben in Aktion zu gehen, wie ein Sicherheits-Alarmsystem, wurden getrigger. Glaubenssätze wie "Niemand nicht mich ernst", "Ich kann nichts", "Ich werde nicht gesehen", "Niemand mag mich", "Ich bin völlig unnütz", "Niemand will bei mir bleiben", "Nur mit Druck erreicht man etwas", "Wenn man nicht hören will muss man fühlen", "Gewalt hat eben doch seine Berechtigung", usw. Dazu kommen Gefühle wie Wut, Trauer, Ohnmacht, Scham, etc.

Und genau hier setzen wir nun an, genau hier ist der Punkt der Heilung, an welchen wir ohne das vermeintliche Problem/Fehlverhalten/Krankheit des Tieres gar nie hingekommen wären. Heilung bedeutet, sich dem eigenen Gefühl anzunehmen, es anzuerkennen, es zu fühlen. Und dann, manchmal nur einem Moment später, manchmal Tage später, manchmal Wochen später, ganz abhängig davon, wie tief diese Verletztung, dieses Trauma sitzt, merken wir plötzlich, dass wir in der gleichen Situation anders fühlen, anders denken, uns mehr bei uns selber fühlen, mehr in unserer Mitte fühlen und so auch anders handeln können. Was bedeutet das konkret? In der gleichen Situation wie früher denke ich dann plötzlich "Fido ist ein junger Hund, er muss es zuerst lernen mit seiner Aufmerksamkeit bei mir zu bleiben", "Auch wenn ich kein Profi in der Hundeerziehung bin, traue ich mir zu, den Weg mit meinem Hund zu gehen", "Ich habe es verdient, dass mein Hund mir gehör gibt", "Ich mache einen guten Job mit Fido", und fühle dabei Gefühle wie Ruhe, Akzeptanz, etc.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an diesen Punkt zu kommen. Durch Tierkommunikation, Aufstellungsarbeit, Vesseling, EFT (Emotional Freedom Technique) kann sowhl ein Verständnis für das eigene Thema als auch ein Verständnis für die Sicht des Tieres erarbeitet werden, Themen können gelöst werden, Ressourcen können freigelegt werden, neue Erfahrungen können gemacht werden. Und so wird der Blick und der Weg frei für das, was jetzt wirklich ansteht. Vielleicht der Kurs in einer Hundeschule, vielleicht mehr Kommandoübungen, vielleicht mehr Selbstliebe und Präsenz bei Dir, vielleicht auch Verschiedenes. Aber jetzt können wir im JETZT handeln, und wir haben unsere Chance genutzt, Altes zu Transformieren.


Hilfe annehmen ist völlig ok, oft gehen unsere Themen tiefer und weiter zurück, als wir es uns selber bewusst sind. Ein ganzheitlicher Ansatz hilft dem Tierhalter, auch in seine eigene Kraft zu kommen, damit Mensch und Tier freudvoll ihren Weg weiter gehen können und gemeinsam Wachsen können. Mit herzlichen Grüssen Sabrina





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